Verbundlenkerachse





Information

Als die VW-Techniker Anfang der 70er jahr über deb Nachfolger des legendären Käfer brüteten, war ihnen eines klar: Eine Revolution musste her, sollte die rasante Talfahrt des Unternehmens nicht in der Katastrophe enden.
Der später auf Golf getaufte stellte deshalb sämtliche Merkmale des Käfer auf den Kopf. Front- statt Heckantrieb, Wasser- statt Luftkühlung. Und trotz der neuen Kompaktform sollte der Kofferraum natürlich ausreichend Platz bieten. Gleichzeitig sollte das Auto auch gute Fahreigenschaften und Komfort bieten.



Verbundlenkerache

Die Verbundlenkerachse wurde geboren, eine Kreuzung aus einer Längslenker- und der konventionellen Starrachse. Simpel aufgebaut, besteht sie lediglich aus zwei verdreh- und biegesteifen Längsträgern, die über einen ebenfalls biegesteifen, aber torsionsweichen Profilkörper miteinander verbunden sind.
In seiner konstruktiven Schlichtheit geriet das Bauteil relativ leicht, platzsparend sowie kostengünstig in der Produktion.

Der gute Geradeauslauf wird dadurch garantiert, dass beide Längsträger ihr Rad in Längsrichtung sehr starr führen. Sie schwenken bei gleichseitigem Ein- und Ausfedern mit dem Verbundkörpr wie ein horizontales Pendel um die Anlenkpunkte am Fahrzeugboden, ohne dass sich die Radspur ändert. Bei wechselseitigen Einfedern verdreht sich der Verbundkörper und gleicht Höhendifferenzen zwischen den beiden Längsträgern aus - beide Räder federn nahezu unabhängig voneinander und behalten dabei vollen Bodenkontakt.
Als Vorteile der Verbundlenkerachse sind zu nennen: hohe Haftung in Kurven, gute Handlingeigenschaften, kontrollierbare Übersteuerneigung und berechenbares Fahrverhalten auch bei Vollladung.
Als grosser Nachteil dieser Konstruktion kann man anführen, dass sie sich kaum zur Antriebsachse eignet.

Dieser Tipp wurde von der Seite www.doppel-wobber.de bereitgestellt